Matomo oder Google Analytics – Was ist für Sie besser geeignet?

Tracking und die Analyse verschiedenster Key-Performance-Indikatoren sind für erfolgreiches Online-Marketing unerlässliche Daten. Deshalb sind Website-Tracking-Tools notwendiger denn je geworden. Diese Systeme messen beispielsweise, wie lange ein Besucher auf der Website war oder welche Seiten am häufigsten besucht wurden. Diese Werte ermöglichen es Website-Betreibern, Optimierungspotenziale aufzudecken, um somit die Performance und letztlich ihren Umsatz nachhaltig zu steigern.

Google Analytics zählt aufgrund seines sehr hohen Marktanteiles (weltweit 86%) zum absoluten Marktführer im Bereich Web-Analyse. Doch trotz hoher Beliebtheit hat das Analyse-Tool auch seine Nachteile – gerade im Hinblick auf die Themen Datenschutz und Datenspeicherung. Infolgedessen sollten auch andere Tracking-Tools als Alternative im Auge behalten werden – wie beispielsweise Matomo (ehemals PIWIK). Dabei handelt es sich um eine Open-Source-Anwendung, die kostenlos zur Verfügung steht. Bisher ist der Marktanteil von Matomo noch sehr gering und liegt weltweit bei etwa 2%.

In diesem Blogbeitrag möchten wir beide Website-Tracking-Tools, Google Analytics und die Alternative Matomo, miteinander vergleichen.

Installation

Google Analytics für die eigene Website einzurichten ist einfach und unkompliziert. Dafür muss ein Analytics-Konto bei Google angelegt werden, welches im Anschluss anhand eines Google Analytics Codes auf der Website eingebettet wird. Dies kann auch über den Google Tag Manager erfolgen. Anschließend kann das Sammeln von Nutzerdaten losgehen.

Aber Achtung! Das Sammeln von Daten verlangt eine Zustimmung vom Nutzer via Cookie-Banner.

Im Gegensatz dazu gestaltet sich die Installation von Matomo etwas aufwendiger. Das Analyse-Tool wird auf dem eigenen Server installiert und mit einer SQL-Datenbank verknüpft, das wiederum setzt technisches Know-how für eine einwandfreie Installation voraus.

Datenauswertung & -speicherung

Betrachten wir das Thema Datenerhebung näher, zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den beiden Analyse-Tools. So zieht Google Analytics bei der Auswertung der Daten von trafficstarken Webseiten, Stichproben heran, die hochgerechnet werden. Dadurch ist keine 100-prozentige Wahrheitstreue der Daten gegeben. Anders bei Matomo: Dort können alle erhobenen Echtdaten ausgewertet werden. Eine Hochrechnung der Daten wie bei Google ist aber ebenfalls möglich.

Der größte und wahrscheinlich auch signifikanteste Unterschied der beiden Tools betrifft das Thema Datensicherung. So werden alle erhobenen Daten bei Google Analytics automatisch mit Google geteilt und auf den unternehmenseigenen Servern gespeichert. Die erhobenen Daten werden dort maximal 26 Monate gespeichert und danach automatisch gelöscht. Da Matomo auf dem eigenen Server gespeichert werden muss, bleibt die Datenhoheit bei dem Website-Inhaber. Der Zeitraum für die Datensicherung kann ebenfalls selbst definiert werden. Im Hinblick auf den Datenschutz ist es aber sicherer, diese regelmäßig zu löschen.

Datenschutz

Datenschutz und die Anonymisierung der Daten ist ein wichtiges Thema bei Website-Tracking-Tools. Google Analytics hat für die DSGVO-konforme Nutzung eine Funktion eingeführt, wodurch die IP-Adressen anonymisiert aufgezeichnet werden.

Matomo lässt sich so konfigurieren, dass alle Nutzerdaten anonymisiert erhoben werden und das Tool somit vollständig DSGVO-konform arbeitet. Branchen, die tagtäglich mit sehr vielen sensiblen personenbezogenen Daten zu tun haben, sollten Matomo als eine Alternative zu Google Analytics in Erwägung ziehen. Denn im Vergleich zu Analytics ist es das sicherere Analyse-Tool, was den Umgang mit personenbezogenen Daten angeht.

Funktionen

Betrachten wir den Funktionsumfang der beiden Anbieter, ist sowohl die Verknüpfung mit der Google Search Console als auch Google Ads über beide Tools möglich. Ebenfalls verfügen die beiden Analyse-Tools über die identischen vier Kategorien:

  • Besucher,
  • Verhalten,
  • Akquisition und
  • Ziele.

Demografische Merkmale wie: Alter, Geschlecht und Interesse der Websitebesucher können bei Matomo nicht hinzugefügt werden, dies ist nur bei Google Analytics möglich. Matomo verfügt hingegen über einen Marktplatz. Dort können die Benutzer die Installation mit einer Vielzahl an Plugins erweitern. Der Marketplace beinhaltet derzeit über 70 unterschiedliche Plugins. Diese sind sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein eigenes Plugin zu entwickeln. Dadurch lässt sich der Funktionsumfang bei Matomo individuell erweitern. 

Darüber hinaus stellen beide Website-Tracking-Tools Anwendungen für Android und iOS zur Verfügung.

Fazit

Nach dem direkten Vergleich der beiden Analyse Tools zeigt sich, dass Matomo deutlich aufwendiger in der Einrichtung ist als Google Analytics, da ein gewisses Maß an technischem Know-how bei der Integration vorausgesetzt wird.

Wiederum bei den Themen Datenspeicherung und Datenschutz kann Matomo gegenüber Google Analytics deutlich punkten. Matomo sollte als echte Alternative gegenüber Google Analytics angesehen werden. Gerade Unternehmen, die häufig mit einer Vielzahl an sensiblen Benutzerdaten arbeiten, sollten dieses Analyse-Tool ernsthaft in Erwägung ziehen.

Infografik: Vergleich von Matomo und Google Analytics
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